Nicola's Zahnarztbesuch gestaltete sich nicht so gut. Er erhielt am Freitag um 11h eine Narkose um eine gründliche Zahnreinigung zu machen. Röntgenbilder sehen gut aus. Keine Löcher wie ich es geahnt hatte. Im Vollrausch ging's dann wieder nach Hause. Nici jammerte ein wenig. Die Leute im Tram schauten lange auf uns aber zum Glück gab es keine Bemerkungen. Zu Hause erholte sich Nici beim Liegen und Spielen. Jedoch mit Essen konnte man ihn nicht anlocken. Die Nacht auf Samstag verlief einigermassen. Nur er fühlte sich heiss an. Ich erschrack als ich seine Temperatur mass. 41Grad Fieber. Ich dachte nur noch, was hatte der Narkosearzt falsch gemacht? So hohes Fieber hatte Nici noch nie. Ich rief ihn um 6.30h an und beschrieb Nicolas Symptome. Ich packte die Tasche und verliess mit meinen Buben unsere Wohnung. Im Kindernotfall untersuchten sie Nici aber machten kein CrP (Blutbild) dabei wollte ich wissen ob ein Infekt durch die Narkose entstanden war. Jedoch die Aerztin unternahm nichts. So wurden wir einfach wieder entlassen. Aber das Wichtigste war ja dass ich was unternommen hatte. So konnte mir das Heim nicht noch vorschreiben, "wir nehmen Nicola so nicht zurück." Schliesslich kann ich nicht's dafür wenn uns der Kindernotfall wieder nach Hause schickt ohne Blutuntersuchung. 

Nicola fühlte sich den ganzen Tag nicht wohl. Wir machten unsere Spaziergänge wie üblich.   Der Herbst im vollem Gange. Auch genossen wir noch die letzten Whirlpoolsprudel - Gänge. 

Endlich schafften wir auch mal wieder einen Besuch ins Papillionrama. Jedoch fuhren wir zuerst in die falsche Richtung mit dem Zug. Ich hab' mal wieder gemerkt dass man sich nur auf sich selber verlassen kann. Die Spitex schaute nicht gut genug und wir stiegen in den falschen Zug ein. Wir verloren 2Stunden. Nici war dann schon nicht mehr gut drauf als wir endlich bei den Schmetterlingen ankamen.  Nach der Mittagspause flogen uns die wunderschönen Schmetterlinge an. Sie landeten bei Florin und Nicola.    

Ein Himmlischer Gruss von Céline. Es war eine zauberhafte Stimmung. 

 

Bewegungsfreiheit ohne Krücken

Da ich endlich wieder viel besser zu Fuss unterwegs sein kann beschloss ich mit Florin auf den Gurten zu gehen. Er genoss es regelrecht zu spielen. Es war richtig herrlich. Die Sonne strahlte.      Doch beim abwärts wandern knickte ich wieder mit meinem linken Fuss ab und fiel zu Boden. Zum Glück konnte ich wieder auftreten aber es schmerzte. Warum immer wieder das Pech mit den Unfällen? 

Zu Hause wurde gelernt und gemalen. Florin freut sich immer wenn wir Schreiben lernen. 

  Ja ja, unsere Kunstwerke können sich doch zeigen lassen oder? Auf jeden Fall gibt es daraus schöne Weihnachtsgeschenke.   Meine Bilder. Florin genoss danach ein Schaumbad. So dass auch der kleinste Farbfleck sich auflöste. 

Dafür stand dann das ganze Badezimmer unter Wasser und Schaum. Ohweh wie ich mich darüber erfreute...hm puh. Florin hat sich da überhaupt nicht in Kontrolle und hört dann auch nicht hin und auf. Sehr anstrengend.

Sonnige Herbsttage

Als Nicola wieder bei uns war genossen wir viel Zeit draussen in der Natur. Spaziergänge, Tierpark und einfach Sonne tanken. An der Aare entlang begengeten wir zwei Schwäne und viele Enten. Auch ein Eichhörnchen guckte verspielt vom Baum herunter.   Die Stimmung weckte Gefühle in uns aus. Ich fühle mich ja sowieso sehr verbunden mit Tieren und der Natur. Manchmal muss ich selber über mich lachen wenn ich mit den Gänsen im Tierpark komuniziere. Es sieht bestimmt sehr lustig aus wenn ich die Geräusche nach ahme. Jedoch habe ich fast immer Erfolg und sie kommen auf mich zu. So dass ich dann eine Gans streicheln kann. Da schauen einige Leute gespannt zu.   Auch zu Hause geniessen meine Buben das Singen und Musizieren. Wenn Spitex Ursina dann mit der Gitarre ankommt erfreuen sich unsere Herze.   Im Tierpark genossen wir nochmals die sonnigen warmen Strahlen.

 

Nici's Geburtstag 

Am 20.Oktober wurde Nicola schon 12Jahre alt. Gefeiert hatten wir am Samstag, 24.10. Der Vormittag verlief mit Vorbereitungen. Um 14h trudelten meine Eltern mit meinem Bruder ein. Bea besuchte uns schon vor dem Mittag. Und wir asssen gemütlich zusammen. Ich selber war müde und schlug mich so durch den Tag durch. Das ganze Gstürm von den Behörden und die anmassenden Beschuldigungen von dem Kinderspitex Team und einer Hausbewohnerin beschäftigten mich sehr und ich fühlte mich total seelisch zerstört. Panik wie Schlafstörungen plagten mich nun. Mehr später darüber...

Um 14.15h erschienen plötzlich zwei Clowninnen. Sahen die bezaubernd aus. Es war eine herrliche Zeit mit ihnen.

   Nici mit unseren guten Seele Bea. Sie beschenkte uns übermässig. Ich war nur noch platt vom Staunen. Danke liebe Bea für die tollen Geschenke. Wir sind wirklich Minion Fan! ;-) Jetzt können wir alle uns nach dem Baden mit je einem Badetuch von Minion abtrocknen.    Nici genoss die Besuche und das Auspacken von seinen Geschenken. Vor allem das Rascheln faszinierte ihn beim auspacken. Da huschte immer mal wieder ein Lächeln über sein Gesicht.   Was wird denn da getuschelt? 

   Einfach witzig... wir lachten und hatten viel Freude mit den Clowns. Und da das Wetter so gut mit gemacht hatte durfte Nici es in der Hängematte geniessen.    Nici entspannte sich und wurde richtig ruhig. Nach 1 1/2Stunden Unterhaltung verabschiedenten sich die herzhaften Clownsdamen bei uns. Danke euch Beiden, es war wieder faszinierend! Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

Kurz darauf erreichten uns meine Eltern mit meinem Bruder. Wir unterhielten uns und schlemmerten Kuchen bis es uns fast schon schlecht wurde. Schade darf Nici keine Süsse Speisen essen. Er spielte unterdessen mit seinem Minion Plüsch.  Die Zeit verging schnell und auch Bea musste sich auf ihren Rückweg machen, da sie keinen kurzen Heimweg hatte. Auch auf einen weitern Besuch von dir freuen wir uns jetzt schon.

Beweise für das Jugendamt

Die kommenden Wochen waren für mich anstrengend da ich kaum schlafen konnte. Die anmassenden Beschuldigungen hinterliessen bei mir Spuren. Schlaflose Nächte und ein neuer Kampf gegen die Behörden begann. Schon früher musste ich mich immer durchsetzen für Céline und Nicola. Ueberall bewies ich meine Wissen und meine Stärke und erreichte fast immer mein Ziel und Gerechtigkeit. Jedoch finde ich es mühsam wenn man ständig kämpfen muss um das Recht, weil es leider immer mal wieder Menschen gibt die alles anscheinend noch besseer Wissen wollen aber eigentlich keine Ahnung haben wie es ist mit Behinderten Kindern tag täglich und nächtlich leben und pflegen zu müssen. Es ist einfach, etwas zu sagen, wenn man keine oder gesunde Kinder hat.Theorie ist eines, aber die Praxis was anderes! Da kann ich auch viel mitreden da ich schliesslich auch sehr viele Bücher über verschiedenste Krankheiten gelesen habe. Jedoch würde ich niemals eine Mutter mit kranken Kindern beschuldigen, sie hätte ihre Kinder nicht im Griff nur weil sie öfters mal laut wird. Ich würde auch nie jemanden anschwärzen bei der KESB, aussert ich würde mitbekommen das die Kinder misshandelt würden. (Geschlagen)

Ja ja.. auf jeden Fall ist es besser wenn die eine Spitex bei uns nicht mehr zu Haus ist. Es bringt ja nichts wenn sie total gestresst und überfordert ist und nicht klar kommt mit behinderten Kindern! Und ich muss mir nicht anhören dass ich Florin falsch erziehe. Zu dem kann man ein ASS (kleinkindlicher Autismus) Kind nicht wie ein gesundes Kind erziehen, weil es das nicht umsetzten kann. Es ist besser für sie weg zu bleiben. Wir möchten schliessslich nicht noch dass sie krank wird und plötzlich ein Burnout bekommt!

Zum Schluss fand ich sogar zwei Anwälte die mich unterstützen können. Jetzt hab' ich die Auswahl. Sie berieten mich sehr gut und so konnte ich wunderbar alles ohne Proleme beweisen dass ich keine Alkoholikerin und Rabenmutter bin. Es ist traurig wenn man so beschuldigt wird, auch wenn ich ab und an an den Wochenenden gerne Wein getrunken habe. Es gab selten mal einen übermässigne Konsum. Und es gab nie Nächte oder Tage die ich im Bett verbrachte. Ich konnte immer auf meine Kinder schauen. Auch wenn ich mal einen komischen Kopf hatte.   

Im Suchtzentrum wie bei meinem Hausarzt werde ich gut begleitet und sie fanden schnell heraus dass ich nicht abhängig bin. Die Blutuntersuchungen sind alle unauffällig wie normal. Sogar die rückwirkende 3monatige Blutuntersuchung. Meine Aerzte bestätigten dass ich auf keine Fall eine stationäre Behandlung brauche. Auch keine Tagesklinik. Nicht einmal Medikamente. Auch den Umgang mit Florin sei völlig normal und gut. Ein ASS Kind ist viel schwieriger zu betreuen als ein gesundes Kind. Florin proviziert extrem trotz grossem Programm wo ich biete. Leider ist er auch nicht mehr trocken. Er braucht wieder Windeln da er immer einnässt und stuhlt. Es macht mich traurig, jedoch was soll ich? Ich akzeptiere es und muss mich nun nicht mehr ärgern wenn er wieder Windeln trägt. 

Unterdessen habe ich eine neue Psychiaterin für mich gefunden damit ich einfach reden kann. Depressionen habe ich keine. Aber das Bedürfniss zum diskutieren. So bin ich nun gut unterstützt. Sie beriet mich gut. Ich soll unbedingt mit Florin zu einem Kinderpsychiater. Sie gab mir die Adresse und ich erhielt dort gleich einen Termin. Erstaunlicherweise kannten sie Florin schon. Da die Abklärung bei der Beratungsstelle für Autismus war und die Kinder-Jugend Psychiatrie Klinik zusammen arbeiten. Wunderbar! So erzählte ich der Praxisangestellte über meine Geschichte. Sie verstand mich wunderbar und sagte zugleich: " Sie sind genau richtig bei uns. Florin braucht Therapie und wir können sie damit unterstüzten." 

Meine Psychiaterin meinte erst dass Florin besser in einer Tagesklinik aufgehoben wäre. Das finde ich widerum nicht. Ich möchte die Chance nutzen dass Florin weithinerin in den Regelkindergarten gehen kann und auch zur Schule. Jedoch bin ich offen wenn er in der Schule Mühe hätte, um zu denken und ihn in eine Heilgädagogsiche Schule zu schicken. Wir versuchen erstmals mit Medikamenten wie z.B Ritalin. 

Vom 16.11. auf 17.11. waren wir im Lindenhofspital für ein Schlaf EEG. Florin machte dies sehr gut mit. Natürlich fühlte er sich nicht wohl so verkabelt zu sein. Aber er schlief mit einem Unterbruch durch. Die Aufzeichnung zeigten aber einiges an. Florin ist nämlich wärend dem Schlafen plötzlich im Bett gesessen. Jetzt warten wir auf die Ergebnisse.

 

Ausflug nach Basel zu Götti Stefan

Am 31.10. Samstag morgen früh fuhren wir mit dem 8.34h Zug nach Basel. Am Bahnhof erwartete Stefan uns schon. Auf ging's in ein überfülltes Tram nach Wheil am Rhein, Deutschland. Ich fand schnell alle meine gewünschten Lebensmitteln und Spielezeuge. Stefan schaute auf Florin wobei er sehr grosse Mühe hatte ihn unter Kontrolle zu behalten. Florin hüpfte und rannte im grossen Kaufhaus herum. Man musste gut schauen dass man ihn nicht aus den Augen verlor. Stefan wurde somit auf die Harte Probe gestellt und seine Geduld getestet. Er erkannte dann wie schwierig mein Alltag so läuft. 

Um 12h genossen wir ein herrliches Chinesisches Mittagsessen. Die Sonne schien und wärmte unser Gemüt. An der Herbstmesse in Basel erblickten wir ganz viele schöne Stände. Süssigkeiten gab es am laufenden Band. Doch Florin interessierte sich für die verschiedensten Bahnen. Vor allem die kleinen Achterbahnen fand er witzig. Wir lachten und hatten viel Spass.   

Am Montag freute sich Florin auf Joschi. Das Reiten macht ihm sehr viel Freude. Er lernt somit auch den Umgang zu Pferden.    Die Sonnenstrahlen genossen wir sehr, jedoch war es recht kalt. Es roch schon nach Schnee... Der auch bald sich zeigte. Jedoch am selben Tag wieder geschmolzen war.

Bei Schmudelwetter verzogen wir uns in eine Indorspielhalle. Florin tobte sich aus und hüpfte auf dem Trampolin herum. Rutschen, klettern und hüpfen, so konnte er mal wieder richtig Dampf ablassen.     So lässt es sich leben würde wohl jedes, auch gesundes, Kind sagen. So dachte ich als wir wieder zu Hause waren, dass Florin nun nach 3Std. herum tollen müde wäre. Tja dem war leider nicht so. Schade dass er mich dann keine Min. Zeitraum gönnte. Er musste wieder mal provozieren... usw. Ja es ist nicht leicht.

Aber die Therapie bei der Kinder/Jugend Psychiatrie wird wohl Fortschritte bringen. Es braucht einfach Zeit und Geduld. Wir waren nun 2 mal dort und Florin muss nun einmal wöchentlich zur Psychologin. Die erste Anlaufstelle war nur Abklärung und nach 1 1/2Std. erhielt ich die Antwort dass sie keine Therapie mehr machen dürfen vom Kanton her. Also, das Gesundheitsamt hat einfach alles gekürzt und lässt Eltern mit ASS oder Aufällige Kinder einfach stehen. Jedoch erhielt ich eine Adresse die dann wirklich Therapien durchführen. Und so sind wir nun am richtihgen Ort. Er zeigte sich schon mal von der schwierigen Seite. Ich erkannte meinen Sohn nicht einmal mehr. Die Fraze die er zog als er von der Psychologin festgehalten wurde. Florin tobte und schlug um sich mit den Beinen. Er wollte einfach nicht zuhören und ihr folgen. Und das muss er ja lernen. Doch bisher konnte er es nicht einmal von mir annehmen. Für ein ASS Kind ist es auch schwieriger als für ein gesundes Kind. Da es oft seine Gefühle nicht verbal ausdrücken kann und somit mit Wutanfällen reagiert. 

Am ersten Weihnachtsmarktbeginn, Ende November, fuhren wir wieder mit dem Zug nach Basel. Eine Kollegin begleitete uns und wir kauften in Deutschland ein. Danach besuchten wir den Basler Weihnachtsmarkt. Wunderschön.

   Wir genossen es in vollem Zuge. Es war regelrecht warm. Am 1. Advent spazierten Florin und ich zum Berner Weihnachtsmarkt. Florin freute sich am meisten auf's Karussell. Und ich genoss wieder einmal die Aussicht vom Obstberg zur Altstadt hinunter. Ein Besuch bei den Bären brachte nicht viel da sich die Bären in die Höhlen zurück gezogen haben.     

Am Freitag, 20.11. und am 4.12. kam Nici überhitzt nach Hause. Er schrie und ich zog ihm gleich seine Kleidung ab. Er war total verschwitzt. Doch beruhigte er sich bald und lachte uns beide an. Bert trudelte bei uns ein und hielt Nici bei sich. Florin durfte mit Nathalie unterwegs sein. Ich wusch mal wieder ewig lange unsere Wäsche. Auch ein riesen Sack von Nicola kam mit nach Hause. Freitag ist immer sehr anstrengend. Der Haushalt muss ja auch erledigt sein. Am 20.11. Wochenende unternahmen wir nicht viel, da Nici immer wieder sein Unwohl zeigte. Er mochte gar nicht lange im Rollstuhl sitzen. Er brauchte Schmerzmittel. So konnten wir nur kurz für einen Spaziergang mal raus. Doch blieben wir die meiste Zeit drinnen. So spielten wir Gesellschaftsspiele. Es war wirklich lustig. Am Samichlousenwochenende waren die Spitexfrauen mit Nicola am Samstag alleine und Florin verbrachte den Tag bei meinen Eltern, da ich einen Ausbildungstag über ASS hatte. Es war sehr interessant! Ich fühlte mich endlich verstanden und konnte mich mit anderen Eltern austauschen. Ich konnte vieles mehr verstehen wie Autisten Kinder ticken und ihre Welt mit ihren Augen sehen und mit ihren Ohren hören. 

   Nici war am 5.12. gut erwacht und ich konnte also pünktlich zum Kurs. Unterdessen besuchte die Spitex mit Nici den Samichlous und trafen gleichzeitig auf meine Mutter mit Florin an. So schön. So entstanden diese Bilder.   Eseli schnuppert neugierig und stuppst Nici an, als wollte es sagen: " schau' doch mal ein bisschen freundlicher. ;-) " Und tatsächlich...  Nici muss doch noch schauen...   Nach der Begrüssung und Värsli aufsagen lächeln beide verschmitzt. Der Nikolaus staunte recht als Florin so ein langes Verschen aufzählen konnte.

Ein bisschen neidisch war ich schon als ich die tollen Fotos gesehen und meine beiden Jungs Freude beim Nikolaus hatten. Jedoch gönnte ich dies ihnen auch. Am Nikolaustag, 6.12. spazierten wir mit Nicola zum Friedhof und zündeten Kerzen an. Danach ging's weiter zum Weihnachtsmarkt. Nici staunte die Stände an und wir posierten davor.     Das Karussell durfte natürlich für Florin auch nicht fehlen. Und nach dem Balloneinkauf ging's wieder schnell an die Wärme nach Hause.

Für das nächste Wochenende war am Egelsee den Samichlousenbesuch geplant. Und der war auch sehr schön, denn der Götti von Florin war auch dabei. Der freute sich bald noch mehr als Florin. Ja ja... einige erwachsene Männer sind halt einfach kleine Kinder geblieben. Doch die Zeit mit Götti Stefan war trotzdem schön und ein Erfolg. Die beiden spielten im Kinderzimmer, bauten eine grosse Eisenbahn auf. Währendessen kochte ich uns was zu Mittag.      Der Samichlous erzählte eine lange Geschichte und alle Kinder wurden immer nervöser... Es war eine bezaubernde Atmosphäre.

Die Tage vergingen immer schneller und die Weihnachtszeit rückte näher und näher. Kurz entschlossen beschlossen meine Freundin und ich noch eine kurze Reise zu unternehmen. Diesmal fuhren wir mit dem Zug nach Milano.Wir waren alle so gespannt...

Aber erstmals wieder zurück zu Nici und Flo. Eine Woche vor der Reise nach Mailand erhielt ich vom Heim einen Anruf die mir mitteilten dass Nicola am folgenden Dienstag ins Inselspital müsse wegen seiner Magen - Darm Sonde. Es war also wieder so weit dass es eine neue brauchte. Die Alte leckte und so empfang ich Nicola am Dienstag, 15.12. im Spital. Wartetet bis er in den Operationsal geschoben wurde und musste wieder nach Hause zurück. Florin holte ich kurzum von der Kita ab.  Nici überstand die OP sehr gut und durfte um 18h wieder mit dem Taxi zurück ins Heim. Die Tage bis zum 23.12. vergingen sehr gut. Nici ass und trank weiterhin fast normal wie vorher. Das ist verwunderlich da nach jeder vorherigen OP Nicola immer Mühe hatte mit der Nahrungsaufnahme. Es dauerte immer fast 2 Wochen bis er wieder richtig eingespielt war. Doch diesmal verlief alles super. Ich staunte und war darüber aber glücklich.

Und die Psychiaterische Therapie mit Florin lief weiterhin, wobei er nicht darüber erfreut ist. Logpädie und Früherziehung und Heiolpädagogik ist für ihn halt einfacher, weil es ihm Freude bereitet. Aussert bei der Früherzieherin zeigte er auch sein wahres Gesicht. Durch die Psychologin erfuhr ich das die Arbeit von der Früherzieherin gar nicht richtig war. Wie ich es erahnt habe. Die 3jährige Früherziehung brachte fast gar nichts. Wir sind bisher kein Stück weiter gekommen. Ihre Therapieansicht finde ich eh nicht gut und kann man auch nicht umsetzen. Ich belohne doch mein Kind nicht noch wenn es Mist macht. Oder verhätschel es noch. "Oh du armer Junge, ja komm' her, wir machen nun etwas anderes."   Der Turm hat Florin mit dem Psychiater gebaut.

Was ist das für einen Quatsch! Und sie meint auch dass ein Kind nie etwas extra macht oder provozieren kann. Aber endlich bin ich mit Florin am richtigen Ort in der Kinder - Jugendpsychatriesche Klinik.  Die Kinderpsychologin die Florin betreut erkannte schon nach 2mal dass Florin provokativ ist und Dinge extra macht. Doch es ist ihm nicht bewusst dass er mich als Mama damit nervt. Eigentlich weiss er nicht dass er sich falsch aufführt. Er will mir nicht's extra böses. Er führt sich dann auf wie ein 3jähriges Kleinkind. Oder wenn er nicht mehr im Mittelpunkt steht dann stört er extra und wird lauter, so dass die Erwachsenen sich nicht mehr unterhalten können. Und das geht nicht! Sie spricht mit Florin und erklärt ihm wenn er nicht folgen kann und nicht die Anweisungen von der Mama umsetzt, kann er nicht mehr zu Hause wohnen. Das Problem ist aber auch noch, dass die autistischen Züge zum Vorschein kommen. Florin ist in seiner eigenen Welt. Vieles kann er gar nicht richtig aufnehmen, weil alles auf ihn prasselt. Man stelle sich vor: Draussen regnet es, normalerweise nehmen wir dann einen Regenschirm zur Hand und schützen uns. Aber ein autistisches Kind greift nicht zum Regenschirm und so prasselt alles auf sie hinab. Eindrücke können nicht verarbeitet werden wie bei normalen Menschen. Ein autistisches Kind hört und sieht anders als wir neurotypischen Menschen.    Gute Tipps vom Ausbildungstag.

Ich erkannte schnell dass Florin sich nicht gerne am Kopf anfassen liess. Er hat es gar nicht gerne seine Haare zu kämmen oder zu waschen. Im Kurs erfuhr ich wie es sich anfühlt für ein autistisches Kind wenn es die Haare waschen muss. Die Dusche prasselt auf seinen Kopf dabei fühlt es sich an als würden Reissnägel auf das Kind regnen. Das ist wirklich schräg aber wahr. Wer möchte das schon. Florin lässt es nun aber kurz zu, seine Haare zu waschen. Das hat er nun schon gelernt. Jetzt heisst es einfach Schritt für Schritt auch anderes zu lernen damit er im Alltag später vorwärts kommt und verstanden wird. 

Eine gute Nachricht erhielt ich noch vor unserer Reise. Florin hat keine Eptileptischen Anfälle. Die Auswertung ist negativ gewesen. Somit war das wohl ein einmaliger Anfall im Bett. Jeder Mensch kann in seinem Leben einen einmaligen Anfall machen.

Mailand

  Am Sonntag, 19.12. ganz früh am Morgen, alles war noch stockdunkel standen wir auf. Um 6.45h fuhr unser Tram in die Stadt zum Bahnhof. Unser Zug nach Milano fuhr um 7.34h ab. Alles war schön geschmückt und strahlte. Fast keine Menschen waren am Bahnhof. Silvia traf ein bisschen später ein. Der Zug war sehr gut besetzt. Viele Menschen fuhren schon ins Vallis und einige wie wir eben in die Grossstadt.  Wir hatten Bilderbuchwetter. Um 11h erreichten Milano und gaben unser Gepäck im Hotel ab. Auf ging's mit der Besichtigung. Als erstes mussten wir natürlich ein Cappucino trinken. In Italien ist das ein Muss. ;-) Danach ging's weiter zum Dom.  Ach, so viele Menschen...   daraufhin suchten wir ein Restaurant um Mittag zu essen. Wir konnten sogar draussen sitzen so warm war es. Verrückt. Das Essen schmeckte so la la... Die Teigwaren waren leider nicht weich. Aber in Italien ist ja alles Aldente. Weiter schlenderten wir zur Hofburg. Dort verweilten wir uns im grossen Park. Mir kam es vor als wäre es Herbst. So warm und die Sonne brannte. Die farbigen Blätter an den Bäumen... so gar nicht Weihnachtsstimmung.  

    Plötzlich standen wir vor dem Eingang zum Fischaquarium. Kurzerhand schauten wir uns die Fische und Quallen an. Danach schmerzten uns langsam die Füsse und wir suchten eine Caffeteria auf. Wieder draussen sitzend genossen wir eine warme Cappucino. Da sausten plötzlich einige Nikoläuse auf Rollerblade bei uns vorbei. Das sah wirklich lustig aus.  Endlich war Zeit um in unser Hotelzimmer zu kommen. 1 Stunde ruhten wir uns aus. Danach ging's weiter zum Abendessen. Mit der U - Bahn fuhren wir 30Min. und fanden uns wieder in einer romantischen Gegend.  Auch ein Restaurant war gefunden und wir schlemmerten Pommes mit Hähnchen und Salat. Herrlich. Dazu ein Glas Wein. Das Dessert folgte später. Hm... italienische Glace. Lecker. Der erste Tag war geschafft. Müde fuhren wir wieder mit der U - Bahn zum Hotel. Es dauerte nicht lange und wir schliefen ein. Das Morgenbuffet war die Krönung. Alles was das Herz einem begehrte. Speck und Eier, Brötchen süss und salzig. Müäsli... Caffi zum abwinken... Ach so geht es einem gut. Jedoch das Wetter hat sich umgeschlagen. Es regnete... So liefen wir die Strassen auf und ab und besuchten fast jedes Geschäft. Wau, ich habe sogar einige Kleider für mich gefunden. Aber natürlich fand ich für meine Buben auch das Richtige. Den ganzen Tag verbrachten wir mit Einkaufen. Florin machte es recht gut mit. Doch im Restaurant mochte er dann nicht mehr. Er konnte sich nicht still halten und benahm sich vollkommen daneben. Das war wohl der Dank dafür? Dabei hatten wir oft Pausen in Celaterias und Caffes gemacht.   Nach diesem Tag waren wir total erschöpft. Die Füsse und Beine schmerzten nur noch. Am Abend genossen wir noch unser Hotelzimmer. Die Aussicht vom Hotelzimmer:  Und Dienstag war es leider auch schon wieder zu schnell. Der letzte Tag. Wir machten eine Bustour und sahen einige Sehenswürdigkeiten. Kalt war es ja nicht, doch die Luft war schlecht. Wahrscheinlich wurde ich dadurch krank.     In einem Caffe fanden wir diese Toillette vor. Oh Gott... Als ich dies sah musste ich gar nicht mehr stuhlen..  Und am Schluss der Bustour entdeckte Silvia tatsächlich noch einen Weihnachtsmarkt.  Und nun ging's ab zum Bahnhof. Unser Zug fuhr um 17.20h ab. Müde erreichten wir dann um 20.30h Bern. Puh. Endlich wieder zu Hause.

 Am Mittwochmorgen schickte ich Florin noch zum Kindergarten und ich bereitete alles zu Hause für Weihnachten vor. Nicola erreichte uns um 13h. Die Spitex schaute zu Nici und ich schmückte unseren Christbaum. Dabei hustete ich und fühlte mich echt beklommen. Mich plagten Gliederschmerzen wobei ich ja auch noch ein schmerzendes Knie über ein Jahr habe. Es will einfach nicht bessern.  Trotzallem schaffte ich alles. Meine 4 Waschkörbe, das Schmücken und zu Kochen. Um 17h holte die Spitex Ruth mit Nici Florin in der Kita ab. Müde und ein bisschen erschöpft schliefen wir alle frühzeitig nach 20h ein. Eine Gute Nacht folgte.

Heilig Abend 24.12.2015

Mit einem komischen Gefühl stand ich auf. Kopfschmerzen und Uebelkeit plagten mich. Sofort nahm ich ein Schmerzmittel ein. Das konnte doch nicht wahr sein an Weihnachten krank zu sein. Spitex Ursina traf um 8h ein und half gut mit. Ich war froh darum. Nach dem Frühstück badete sie beide Jungs und ich machte mich ans Mittagsessen ran. Es gab nur Snaks. Denn wir feierten ja ab 16h und wollten früh zu Abend essen. So schmückte ich den Tisch. Bert traf um 12h ein und meine Eltern stiessen um 16h dazu.  Nici spielte vergnügt. Und wir assen fein Znacht.   Nici schaute gespannt sein Päckli an.    Ich mogelte mich so gut es ging durch. Jedoch war ich froh als die Bescherung vorbei war und ich bald zu Bett gehen konnte. Florin und Nici freuten sich riesig über ihre Geschenke. Florin wollte immer mehr. An seiner Lichterorgel liess er gar nicht mehr ab.  

Der erste Weihnachtstag verlief ein bisschen besser. Die Schmerzmittel halfen mir gut und ich konnte sogar wieder einen Spaziergang unternehmen. Nici fuhr mit dem Taxi wieder ins Heim zurück. Bert blieb noch bis am Nachmittag. Die Sonne schien und wärmte unser Gemüt. Es war herrlich und wir begegneten kaum Menschen. So gefiel es mir sehr gut im Tierpark.    Ab 16h genossen wir die Zeit bei meinen Eltern und feierten im grossen Kreise unserer Familie. Die Pute schmeckte uns allen vorzüglich. Bestimmt erkennen wir dies später auf unseren Gewichstwaagen. 

Am 26.12 Stefanstag besuchte uns Stefan.  Es wurde gebaut und geabaut...  und draussen wurde auch Velofahren geübt. Gut Florin!  

Ja die Altjahrswoche kam auch schneller als gedacht. Und schwubs die wubs war schon Silvester, den wir bei Silvia und Anna verbrachten.     Nun wünschen wir allen ein gutes Neues Jahr! Ich hoffe dass es diesmal ohne zu grosse Schmerzen kommt!