11.10. – 13.10.13

Freitagmorgen um 9h klingelte das Telefon. Das Heimpersonal war dran um mitzuteilen dass Nicola nicht so fit seie. Er habe leider schon 2 mal würgen müssen und eine kleine Ladung erbrochen. So wurde die Sonde abgestellt. Um 11.40h war Nici dann bei uns gut gelaunt angekommen. Nun konnte das Wochenende beginnen. Er ass reichlich zu Mittag aber fühlte sich danach müde und ein wenig unwohl, so dass ich auch wieder die Sonde abstellen musste. Nach einer halben Stunde schloss ich ihn wieder an. Bis am Abend gab es kein Würgen mehr. Nici genoss die Anwesenheit von seinem Papa. Um 15.30h spazierten wir zur Stadtgärtnerei. Endlich hatte es aufgehört zu regnen. So durften wir draussen einiges erleben. Wir steuerten den Bauernhof an und konnten gerade mit verfolgen wie die Kuh - Herde ihren Weg selber in den Stall fanden. Nici grinste als er die Kuhglocken hörte. Florin staunte…

Danach trafen wir auf zwei junge Männer die ein lange Seil spannten. So durften wir zusehen wie sie über das Seil geleiteten.  

Die Nacht auf Samstag verlief ruhig und erholsam. Jedoch meldete sich Nici schon um 4.15h. Der Tag begann also schon auch für mich.

Um 8.15 traf die Spitex ein und Stefan erreichte uns um 8.45h mit feinen Gipfeli. Genüsslich speisten wir miteinander. Der Morgen verging rassig, da ich schon ein Kuchen backte und das Mittagsessen vorbereitete. Nici spielte unterdessen mit Florin und den anderen Beiden. Am Nachmittag drückte die Sonne hervor und wir spazierten zum Egelsee um die Enten zu füttern. Weiter ging’s zum Friedhof und später noch ins Migrosrestaurant. Pünktlich zu Hause, schob ich meinen Braten in den Ofen. So gab es am Abend Teigwaren, Gemüse und Geflügelbraten. Hm.. das war lecker. Nici ass ziemlich gut und war zufrieden. Keine Übelkeit mehr… einfach nur wohl.

Sonntag erhellte uns das Wetter. So genossen wir viel Zeit draussen in der Natur.

Nun freuen wir uns auf das nächste Wochenende mit Nicola. Hoffentlich geht's ihm dann gut. Wir wollen schliesslich seinen 10. Geburtstag feiern.

 

Der Gerichtsfall von Céline

Jetzt sind es knapp 2 Jahre her als ich mit den Anwälten eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Heim stellte.

Nun ist der Fall abgeschlossen. Hier die Zusammenfassung von den Anwälten. (Umschrieben von meinem Arztsekretär und mir)

Leider wird im Oberlandheim keine Nachtwache angestellt. Es wird weiterhin so bestehen wie es war. Jedoch dürfen keine mehrfachschwerst behinderte Kinder dort angenommen werden die eine 100% Aufsicht brauchen. Der Heimleiter hätte Céline gar nie aufnehmen dürfen. Dies kam ja meiner Céline zum Verhängnis.

Dafür habe ich mit der Anklage gegen das Heim und die GEF (Gesundheits-Alter-Behinderten Amt) ab nächstes Jahr 2014 eine Notfallstation für Eltern die in einer solchen Notsituation stecken wie ich damals, erreichen können dass die Behinderten Kinder im Kanton Bern in einer Institution abgegeben werden dürfen. Wahrscheinlich das Heim in Münchenbuchsee (Mätteli).

 

Abschliessende Zusammenfassung Oktober 2013

Verfahren betreffend aufsichtsrechtliche Anzeige

gegen ein Behinderten-Heim im Kanton Bern.

Daniela Kolb, Bern

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Die behinderte 9 jährige Céline ist 2011 in einem Heim im Kanton Bern verstorben. Es war schwer behindert (Epilepsie, pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2 mit Cerebralparese).

Im Jahre 2011 musste sich Céline’s Mutter einer Operation unterziehen und konnte sich weniger intensiv um die Kinder kümmern; die 9 jährige schwerbehinderte Céline wurde in einem Heim im Kanton Bern untergebracht. Die Mutter ist der Auffassung, dass der Tod ihrer Tochter hätte verhindert werden können. Sie führt diesen auf die mangelnde medizinische Betreuung nachts in besagtem Berner Behindertenheim zurück. Es gibt in dieser Institution kein ausgebildetes Pflegepersonal, welches die Kinder während der Nacht betreut. Céline ist mutmasslich an einem sog. SUDEP-Anfall (Sudden Unexpected Death in Epilepsy) verstorben. Da ihre Zimmertüre verschlossen war, konnte sie keiner hören.

Der Mutter ist es ein grosses Anliegen, dass so etwas künftig nicht mehr passieren kann.

Im November 2011 haben, namens und im Auftrag der Mutter der im Heim verstorbenen Céline, beauftragte Rechtsanwälte eine aufsichtsrechtliche Anzeige beim Alters- und Behindertenamt (Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern) eingereicht. Das Alters- und Behindertenamt ist die zuständige Aufsichtsbehörde im Kanton Bern. Die Aufsichtsbehörde hat – gestützt auf diese Anzeige – eine Untersuchung eingeleitet.

Mit Schreiben im Oktober 2013 teilt die Aufsichtsbehörde mit, dass die notwendigen Abklärungen durchgeführt wurden und die Aufsichtspflicht gegenüber dem besagten Heim weiter wahrgenommen werde.

Auf telefonische Nachfrage der beauftragten Rechtsanwälte erklärte eine Angestellte des Alters- und Behindertenamtes, dass sie grundsätzlich keine inhaltlichen Informationen weitergeben dürfe (Verwaltungsgeheimnis).

Sie versichert jedoch, dass durch die Anzeige eine grosse Lawine ausgelöst wurde. Die Einführung einer Nachtwache in besagtem Heim sei nicht möglich gewesen, dafür gäbe es im Kanton Bern neu ein Krisen- und Interventionszentrum mit Nachtwache, das auch Eltern in Überlastungssituationen zur Verfügung stehe.

Oben erwähnte Angestellte teilt weiter mit, dass der Leiter des Heimes im Zusammenhang mit der aufsichtsrechtlichen Anzeige freigestellt wurde und die Beaufsichtigung noch nicht vollends beendet sei.

Damit ist das mit der Anzeige eingeleitete Verfahren abgeschlossen.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die mit besagter Anzeige bezweckten Ziele grösstenteils erreicht wurden und mit dem Krisen- und Interventionszentrum eine neue Institution geschaffen wurde, welche in ähnlichen Fällen Abhilfe schaffen kann.

18.10. – 20.10.2013

Geburtstagswochenende

Nici erreichte uns lachend zu Hause. Er spürte wohl schon dass es ein besonderes Wochenende für ihn würde. Der Freitag verging recht schnell und ich kam mit der Dekoration gut vorwärts. Der Papa von Nicola war auch kurz zu Besuch, jedoch am Fest wollte er nicht teilnehmen. Dafür war der Götti von Florin da und meine Eltern…  

Nicola schlief ruhig und am Samstagmorgen schickte ich alle aus dem Haus so dass ich die Belegten Brote vorbereiten konnte und mir niemand in die Quere kam. Es sah gut aus, Thon, Salami, Schinken, Ei und Spargeln… 3 bunte Teller voll mit leckeren Brötchen. Und schon war es Mittag. Stefan, Florin, Spitex Susi und Nici trudelten nach ihrem Spaziergang ein. Nach dem Mittagsessen, wir assen nur Snacks da es sowieso gleich wieder was zu essen gab.. Um 14h kamen dann noch meine Eltern dazu… und plötzlich standen zwei Clownsdamen im Wohnzimmer.  Eine wunderbare Stunde durften wir alle erleben. Nici blühte so richtig auf. Er lachte herzhaft und war einfach glücklich. Hierzu einfach viele Bilder…

 O-duda und Circolina unterhielten uns wunderbar.

 Nici ganz konzentriert

 

 

 

 

 

Die 75Min. vergingen viel zu schnell. Die Clowns waren so einfühlsam und herzlich. Wir vergessen diesen Moment nicht so schnell wieder und es bleibt in unseren Herzen. Bis auf nächstest Jahr.

Und Céline war natürlich auch anwesend. Hier ein Foto mit einigen ORBS (Geistwesen) oberhalb von dem Leintuch erkennt man einige Kreisel

 Und hier erkennt man zwei Kreisel...

Wir sind nicht alleine. Und es ist schön dass wir vonunseren Lieben begleitet werden.

 

 Nici scheint auch fröhlich in Regenhülle

Wie doch die Zeit vergeht…

18.11.13 geschrieben

Nun ist der Herbst schon fast vorbei, die Blätter schon beinahe alle von den Bäumen gefallen… Und Florin durfte zwei Herbstbäume basteln. Da leuchteten seine Augen. Es war toll denn wir haben so wundervolle Blätter gefunden. Und er fand auch viele Buchen - Nüsse im Garten. Die leider leer waren. Dieses Jahr gab es fast keine Nüsse zum essen. Schade! Denn die schmecken uns doch so sehr. :-) Aber wer hat denn schon einen Baum gerade im Garten? So geniessen wir es doch dass wir vereinzelt die Nüsse geniessen dürfen und damit basteln  dürfen.  Die Bilder sind uns gelungen oder?

Ja, der Winter kündet sich tatsächlich an. Gemütlich bei Kerzenschein sitzen, meditieren, das kann ich manchmal öfters mal am Tag. Dabei fühle ich mich ganz wohl. Aber wenn ich dann meine Panflöte hervor nehme und übe dann schwingt so eine Energie im Raum dass es die ganze Wohnung wie das Umfeld beflügelt. Mir gibt es die Ruhe und anderen Menschen die um mich gerade sind bedanken sich für das Spielen.

„Das  Diskutieren und  einfach miteinander sein. Das ist einfach wunderbar.“ Wenn man dies doch jeden Abend hätte…

Ich liebe das Beisammensein. Das Zusammensein miteinander mit Florin’s Götti Stefan bringt viel für ihn und wie für uns alle. Es ist schön.

Nicola war in dieser Zwischenzeit schon zweimal wieder zu Hause gewesen. Es gab keine Komplikationen. Also kein Erbrechen. Aber einfach Unwohlsein. Leider gibt es nie eine längere Zeit die Nicola einfach nur gesund sein kann ohne Erbrechen und Unwohlsein. In dieser Situation muss dann Niola einfach ruhig liegen können und zwischendurch ein Abwechslung haben. Einen Einlauf bringt auch sehr viel. Dann löst es den Stuhl und er fühlt sich gleich besser. Schade dass es immer wieder so ist. Auch das Lautieren in der Nacht ist sehr laut… das höre ich sehr gut in den Nächten wenn er spricht.  Ich habe das Gefühl dass man dies bis oben hört bei meinen Nachbarn. ( Diese jedoch sagen immer wieder dass sie nicht’s mitbekommen. Das finde ich so lieb von ihnen! Denn ich weiss dass sie es hören.:- )

Nici ist gerne zu Hause!  Herbststurm

 Nicola mit einem Engel und Céline neben ihm. (links an seiner Schulter)

Wir unternehmen ja auch einiges. Spaziergänge… an der Aare entlang… Auch im Regen geht’s manchmal nach draussen. Nicht im strömenden Regen. Aber wenn es nieselt oder gar wenig tröpfelt dann findet es Nici lustig unter der Regenhaube zu stecken. Und uns tut es auch gut.

Célines Bettchen habe ich am 17.11.2013 Winterfest zu bereitet.

Es soll schliesslich gut aussehen. Für Céline selber spielt es keine grosse Rolle, denn sie ist jeden Tag bei uns. Wir sprechen ja mit ihr. Und sie zeigt sich auch auf Fotos. ( Orbs und Engel )

Da ich mich sehr mit den Engeln und Geistwesen beschäftige und sie auch fühle hat sich mein Bewusstsein verändert und so entstehen auch Fotos mit Orbs und Engeln. Mit Céline und meinen Grosseltern kommuniziere ich oft. Ich fühle sie und erkenne sie.

 Florin am 16.11.13, im Tierpark

Ich war bei Diana Cooper am 9.11.13  im Seminar und es war eindrücklich. Und sie bestätigte meine Bilder die durch mein Bewusstsein sich veränderten. Céline zeigt sich wirklich auf den Fotos mit Engeln.  Am bräteln..im Tierpark 16.11.13

So bin ich glücklich woran ich mit Céline arbeiten kann dass wir uns immer wieder sehen können. Ein Beispiel. Ein Bild ganz normal, und dann habe ich bewusst Céline gebeten dass sie sich auf dem Bild zeigt. Und siehe da... sie hat es wahr gemacht. Als Blauer Schimmer zeigte sie sich am Rand ihres Fotos.       Seht ihr es?

Auch ihr könnt' solche Fotos machen wenn ihr bereit seid und euch öffnet und voller Liebe in euch trägt.

Alles Liebe für euch und viel Kraft!

Daniela, Nicola und Florin mit Céline geistig neben uns an der Hand.

 

ZEITUNGSBERICHT Egelseezeitung Dez. 2013

von R.Mühlemann     http://www.soml.ch/egelsee-zeitung/   ( Egelsee 04_13.pdf  Seite 5 und 7 )

Weihnachtsbaum

21.11.13

Im Gang der Wohnung leuchtet der Weihnachtsbaum… und mir kam ein trauriger Gedanke. Und ich sprach zu Céline:

„Meine liebe Céline,  schade dass ich dir diesen wunderschönen Tannenbaum, der so viel grösser ist als du ihn erlebtest auf Erden nicht mehr zeigen kann. Er leuchtet mit dir und ich denke so fest an dich.“

Céline’s Antwort: „Mama, ich sehe ihn wie du ihn siehst und wie du ihn aufgebaut hattest. Ich war neben Florin und dir. Ich habe euch dabei geholfen ihn zu schmücken. Ich war immer da.“

Ich: „ Ja. Céline, ich weiss dass du da warst. Ich fühle dich. Nicht immer, aber oft. Und Florin sieht dich und erzählt von dir, dass er dich gesehen hat.

Nur kann ich dich nicht mehr körperlich in die Armen schliessen um dir meine Liebe zu geben und die Weihnachtsstimmung körperlich rüber zu bringen. Ich würde dich so gerne in den Armen halten um dir den Baum zu zeigen.“

Céline: „Liebe Mama, ich weiss, aber ich sehe ihn heute neben dir noch vollkommener mit Liebe von uns aufgebaut. Die Liebe die ich dir während des Schmückens schenkte. Das ist viel mehr Wert als mich nur zu halten. Du fühlst es. Und so bin ich immer bei dir und neben euch.“

Ich: „Danke Céline, jetzt strahlt der Baum noch mehr. Aber ich vermisse dich halt doch sehr. Ich liebe dich!“

Schon wieder eine Narkose…. Und Besuch beim Samichlous

Letzte Woche am 29.11. musste Nici notfallmässig ins Spital weil die Jejunalsonde nur noch rann. Das Ventil war kaputt und so lief die ganze Sondennahrung wieder aus dem Bauch heraus. Ich konnte leider nicht mit ins Spital, da Florin und ich mal wieder krank sind. Die Erkältung geht einfach gar nicht richtig weg. So dass es für kurze Dauer besser ist und dann wieder schlechter. Die Nacht auf Freitag hatte ich hohes Fieber und ich fror…  Und mit Florin hätte ich eh nicht in den Notfall gehen können, da er sicherlich nicht über 5 Stunden ruhig sitzen geblieben wäre. Schwierig wenn man niemanden hat zum Hüten. Meine Mutter ist zur Zeit selber eingeschränkt, Ellbogen gebrochen, und darf nichts heben und keine unkontrollierten Bewegungen machen. Ja, so musste jemand vom Personal mit Nici ins Spital. Sie behielten ihn jedoch nicht, da man über’s Wochenende eh nichts unternahm. So schickten sie ihn wieder ins Heim zurück mit einem prof. geflickten Button. Doch der hielt weiterhin nicht. Am Montag, 2.12. meldeten sie sich wieder im Spital und so musste Nici am Dienstag, 3.12. eintreten. Ich versuchte alles in die Wege zu leiten damit ich auch dabei sein konnte. Denn mich interessierte es schon wie die Ärzte eine Peganlage (Gastrale,Jejunale Knopfsonde) ohne Narkose einführen wollten. Also schaute zum Glück eine Freundin von mir, die selber ein behindertes Mädchen hat, kurzfristig auf Florin auf. Als wir überpünktlich im Spital ankamen, 16h war der Termin, 15.30h waren wir mit Nicola da, wusste plötzlich niemand von diesem Termin. Schon komisch… Nach einigen Telefonaten hin und her, wurden wir dann doch noch ins Röntgenabteil geschickt. Dort sollte es also per Röntgen ohne Narkose gemacht werden.

Der Eingriff ohne Narkose ging schief. Frau Dr. Schibli hatte keine Zeit es selber zu machen. Unter dem Röntgen versuchte man über den Button einen Draht einzuführen bis hin zum Darm. Der kaputte Button entfernen dann der neue einführen über den Draht. Jedoch hatte sich der Draht verschoben und der Darmschenkelschlauch ist im Magen gelandet. Nici jammerte auch… Nun musste er bleiben und er wurde am nächsten Tag operativ eingelegt.

Nici hatte die Operation gut überstanden. Er jammerte vor Hunger, da er fast eine Woche keine Nahrung über den Darm erhalten hatte. Als er dann wieder ins Zimmer zurück durfte, wärmte ich schnell ein Gläschen auf. Er verschlang es im Nu. Am Abend durfte er dann wieder zurück ins Heim.

Am Samichlousetag traf Nicola um 12h zu Hause ein. Er war fröhlich und aufgestellt. Verschlang eine gute Portion Mittagsessen. Danach ruhte er sich eine Stunde im Bett aus. Florin freute sich ebenfalls seinen Bruder um sich zu haben. Der Samichlous jedoch war schon ganz früh am Morgen bei uns. Florin fand vor der Türe einen Sack voller Nüsse, Mandarinen, Apfel und Schöggeli.. Da leuchteten seinen Augen.

Der Papa besuchte Nicola später auch noch und wir genossen einen schönen Nachmittag. Jedoch um 15h fühlte sich Nici plötzlich unwohl. So beschloss ich, dass wir keinen Spaziergang mehr machten. So durfte Nici ins Stehbrett wobei er endlich stuhlen konnte. Ein bisschen besser ging es ihm.

Die Nacht auf Samstag verlief ruhig. Frühstücken wollte Nici aber nicht so recht. Die Sonne schien ins Wohnzimmer und hellte unsere Gesichter auf. Es lockte uns nach draussen. So besuchten wir den Samichlous mit Schmutzli und seinem Esel. Nici schaute ganz locker und entspannt den Nikolaus an. Florin hingegen tat schüchtern. Er sang sein kurzes Versli und erhielt einen Lebkuchen geschenkt.

Es war ein herrliches Wetter, so dass wir gleich noch einen kurzen Spaziergang machten. Auf dem Spielplatz genossen die zwei Jungs das Schaukeln. Nici lachte…

Am Nachmittag spazierten wir zu den Ziegen und den Kälblis.

Nici und Florin waren hell begeistert.  Die kühle Luft tat uns allen sehr gut. Am späteren Nachmittag fühlte sich Nici wieder nicht so fit. Er mochte nichts essen und jammerte… Die Nacht jedoch verlief wieder ruhig. Spaziergang zum Friedhof. Lichtengel

Am Sonntag, 2.Advent, beschlossen wir zwei Kerzen auf Céline’s Bettchen zu stellen. Der Friedhof war noch recht verschneit. Es glitzerte regelrecht als die Sonne darauf schien.

Der Bus brachte uns dann in die Stadt zum Weihnachtsmarkt. Nici staunte über die vielen Maktstände. Er hatte den selben Blick wie damals Céline. Wir liessen es uns gut gehen und tranken Punsch. Florin erfreute sich am Karussell fahren. So verging der Vormittag sehr schnell. Und bald war es wieder Zeit für Nicola’s Rückfahrt. Jedoch genossen wir am Sonntagnachmittag nochmals einen herrlichen Spaziergang. Dabei begleitete uns Céline. 

Jetzt vergehen die Tage bis Ende Jahr eh sehr schnell. Nicola wird am Sonntag, 22.12. wieder zu uns nach Hause kommen. Und wir haben schon einiges wieder geplant….  

Hier sind wir alle zusammen. Florin links auf dem Tram, Nici, ich und Céline an der Hand (Grosser durchsichtiger Kreisel) und auf dem zweiten Bild ist Céline vor mir. Und ringsherum ganz viele Lichtwesen und Engel.

Weihachten

Weihnachten 2013

Nicola erreichte uns am 22.12. kurz nach 14h. So verbrachten wir 3 Tage miteinander. Leider ging es Nici nicht so besonders da er total verschleimt ist und Mühe hat zu Atmen wie abhusten.... Trotzdem lachte er als er bei uns eintraf. Die Stimmung war schön und gut, jedoch änderte sie sich innerhalb von 45 Min. Nici war sehr hungrig aber ass nicht viel... Er nagte weiterhin an seiner Hand. Aber essen wollte er nicht. Was kommt da noch auf uns zu? Da bahnt sich wieder was an...  Nici hilflos und Florin musste ich im Auge behalten weil er nur Schabernack machen will und dazu in der Lage ist an der Sonde zu ziehen usw. Grad nicht so einfach... Ich hoffe Nici kann endlich stuhlen, einen Einlauf gemacht. Nach einer Stunde..

Mal sehen wie's weiter geht. Aber es hatte gar nichts gebracht!

Aber da kam mir eine Idee. Jedoch wollen das die Ärzte nicht, aber die Ärzte sind ja selber überfordert mit Nicolas Ernährung. Wisst ihr was ich gemacht habe?  (Tropenhaus im Tierpark)

Nici hat ja einen Jejunal/Gastralsonde (Zugang in den Darm und einen Zugang in den Magen. Er wird über den Jejunalkanal tags durch sondiert. Er darf über den Tag per OS essen was er möchte. (Natürlich nur die feinst pürierten Breis.) Ansonsten verschluckt er sich. Z.B. Babybrei 4. Monat. 

Aber ich habe zum Glück ein Wundergerät gefunden, über eine andere Mutter die ein gesundes Kind hat und ich muss sagen damit fahre ich am besten. Denn jeder Mixstab oder sonstiges ging gar nicht. Leider. Zuviel Geld für nix ausgegeben. Der Babycook ist für alle Babys gedacht, hauptsächlich für gesunde Kinder. Aber es püriert so fein dass es für die Behinderten Kinder die eben nicht Stückchen schlucken können perfekt ist. Eben, ein Wundergerät. Diesen Brei kann man auch gut sondieren.  (Weihnachtselch im Tierpark)

So ass Nici gerne seinen Brei, aber plötzlich ging es einfach nicht mehr. Ich machte Pause… er nagte weiterhin an der Hand. Er war total verschleimt und konnte den Schleim nicht gut weghusten. Das plagt ihn heftig. So versuchte ich halt mal wieder durch den Gastralen-Kanal zu sondieren. Und er beruhigte sich vorerst einmal. Da er nun etwas im Magen hatte. Plötzlich jammerte er wieder. Wahrscheinlich hatte er Bauchschmerzen…  weil er verstopft ist.

Zwischendurch sondierte ich wieder etwas Brei. Doch stuhlen konnte er weiterhin nicht.

Der Nachmittag verging schnell…

Mit Lachen, Jammern und spielen….  (Tierpark)

Die Nacht auf Montag verlief einigermassen ruhig. Ich musste nur 3Mal zu Nici ins Zimmer.

Der Vormittag bis 12h waren wir auch nochmals ohne Spitex-Hilfe. Wir hatten es geschafft. Um 12h war dann Susi da und half mit. Doch Nici wollte den ganzen Tag nichts essen. Dafür packten wir gleich Nici warm ein und los ging’s in den Tierpark. Als wir Erwachsenen und Florin im Restaurant gut gegessen hatten ging’s auf in den Tierpark hinein.  ( Spaziergang, 24.12. Florin mit Nici und Papa)

Florin wie Nici staunten die vielen bunten Fische an. Die lustigen Äffchen die von Ast zu Ast kletterten, die Robben die durchs Wasser glitten…. Draussen kam uns gleich der Weihnachtselch entgegen. Der Leopard schaute verschmitzt von oben herab und zeigte sich mal wieder von der schönsten Seite. Doch das Schaukeln machten meinen Jungs natürlich am meisten Spass. So verging der Nachmittag recht schnell. Wieder zu Hause zurück jammerte Nici wieder los. Er wollte wieder nicht essen, so sondierte ich ihm eine kleine Menge durch den Magen. Doch es half nicht viel. Susi machte ihm einen Einlauf und nach 15Min. war die Windel voll. Hui, das roch stark. Er hatte Durchfall. Jedoch fühlte sich Nici danach besser. Am Abend kam dann noch der Papa von Nici zu uns und übernachtete im Nicolas Zimmer. So starteten wir recht früh zu einem Spaziergang. Der 24.12. Heiligabend, ein trauriges Gefühl überflog mich als wir Richtung Friedhof spazierten. Das sollte doch so nicht sein, da fehlt ein Kind. Meine Céline, wenn du noch auf Erden leben würdest dann wären wir nie zum Friedhof spaziert. Es kullerten ein paar Tränen… Das Fest der Liebe. Doch Céline begleitete uns auf dem Spaziergang. Ich fühlte sie kurz.

Wieder zu Hause, spielte Nici auf der Matte und Florin blödelte herum. Bald war es soweit. Das Christkind brachte die Geschenke und alle landeten unter dem Tannenbaum. Florin bekam nichts davon mit, denn er spielte kurzerhand noch ein wenig im Garten. Der Postbote klingelte plötzlich und brachte uns ein riesiges Paket. Wer das wohl uns sandte? Ich war total überrascht als ich den Absender las. Aus Österreich. Eine Familie die selber auch zwei PCH-2 Kinder haben und einen gesunden Sohn. Ganz ähnlich wie meine drei Kids. Als dann meine Eltern zu Besuch erschienen, feierten wir um 16h und liessen die vielen Kerzen am Baum erlauchten. Die Päckli unter dem Baum lachten Florin so richtig an. Begeistert packte er aus. Nici fand natürlich das Papier wieder am Schönsten. Carina und ihre Familie liessen nichts aus. Jeder von uns erhielt ein Geschenk. Absolut der Wahnsinn. Ich war richtig gerührt. Florin erhielt für den Bauernhof, Tiere, Traktor, Zaun… usw. Nici schaute gross und spielte nur noch mit der musizierende Schildkröte… Für Céline durfte ich einen Engel und eine Kerze in den Garten stellen. Und für mich schenkten sie noch ein grosses Engel-Duschpflegeset. Ich war echt baff. So lieb von euch liebe/r  Carina, Markus und Kinder! Ich freue mich sehr auf euren kommenden Besuch im März. Bin schon gespannt.

Die Zeit verging schnell…. Wir genossen das Kerzenlicht und speisten gut. Und schon war es 20.30h. Nici musste endlich ins Bett und schlief auch sofort ein. Florin brauchte auch nicht lange und schlummerte in die Nacht der Träume. Meine Eltern verliessen uns um 21h. Ich ging auch bald zu Bett. Am 25.12. wurde Nici um 10h wieder abgeholt. Und so spazierten wir noch eine kleine Runde. Um 15h waren wir, die ganze Familien bei meinen Eltern eingeladen.

 

Nun wünschen wir euch allen ein schönes Silvester-Fest! Lasst' das alte Jahr gut ausklingen und beginnt ein gutes Neues Jahr! Wir wünschen Liebe, gute Gesundheit und Frohsinn! Wir freuen uns auf das Jahr 2014 und auf eure Besuche  auf unserer HP. Herzlichen Dank!

Daniela, Nicola und Florin mit Céline im Herzen und geistig an der Hand